Umweltschutz

Der Kampf gegen systematische Umweltverschmutzung wäre nicht nötig, wenn Unternehmen nicht durch das Recht geschützt wären. Ein Beispiel hierfür ist das Bergrecht.
Durch den Schutz des Eigentums werden ungleiche Verhältnisse zementiert. Lobbyismus besteht in systematischer Einflussnahme auf Abgeordnete und das geschickte Platzieren von Medienkampagnen. All das wäre in einer Welt ohne Herrschaft und struktureller Bevormundung durch Institutionen nicht möglich. Wie stark diese Netzwerke sind hängt von uns ab, denn sie scheuen das Licht und können Widerstand von unten nur unter großem Einsatz von Ressourcen und Gewalt unterdrücken. Vernetzung für Umweltschutz von unten.

Klimagerechtigkeit

Ende Gelände, das Klimagerechtigkeitsnetzwerk setzt sich gegen die Ursachen des Klimawandels ein, um damit jene zu unterstützen, die unverschuldet am meisten unter dem Klimawandel zu leiden haben.
Die Klimazeitung „Our climate not your business!“ veröffentlicht Hintergrundberichte zum Klimawandel und nimmt als Ursache die fossile Infrastruktur dieser Gesellschaft auf’s Korn.

Haft und Repression

Warum gibt es Knäste und das Strafsystem? Viele glauben, dass wir damit vor Gewalttätern geschützt werden, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Ein Blick auf Gefängnisstatistiken verrät, worum es bei Justiz eigentlich geht. mehr

Zwangspsychiatrie

Es sind nicht nur Verrückte, die in Psychiatrien landen. In Kooperation mit Ärzt*innen und Polizei landen viele Unbequeme und Politische in geschlossenen Abteilungen mehrVielfalter-Podcast gegen Zwangspsychiatrie

sexueller Missbrauch

Flüchtende haben ohnehin unter Reisestrapazen, monatelanger Traumatisierung und bürokratischen Hürden bis hin zu gefängnisartiger Unterbringung zu leiden. Sie verdienen daher die Unterstützung unserer reichen Gesellschaft. Zwartbitter-Netzwrtk gegen exuelle Gewalt und Pädophilie

Obendrein leiden Kinder am stärksten unter den unsicheren Umständen und die Art, mit der sie hier behandelt werden, wird sie ein Leben lang prägen.

In Gemeinschaftsunterkünften erleben Kinder und Jugendliche häufig sexuelle, psychische und körperliche Gewalt sowohl durch geflüchtete Erwachsene, Jugendliche und Kinder als auch Mitarbeiter*innen der Unterkünfte. mehr

Die Initiative sichere Ort setzt sich dafür an, sichere geschützte Räume für Kinder zu schaffen.

Um dem Thema sexueller Gewalt gegenüber Kindern beizukommen, ist auch ein Blick auf die Gesellschaft nötig, in der diese geschieht.

Vergewaltigungskultur. Was ist ‚rape culture‘? 1×1:

Rapeculture sind die unzähligen Arten auf die Vergewaltigung stillschweigend und offenkundig begünstigt und angespornt werden, sodass sie unsere Kultur so durchdrungen hat, dass die Menschen nicht ohne Weiteres erfassen können, was Vergewaltigungskultur wirklich ist.

„Eine Rapeculture ist ein Glaubenssystem, dass männliche, sexuelle Aggression fördert und Gewalt gegen Frauen unterstützt. In einer solchen Gesellschaft wird Gewalt als „sexy“ angesehen, und Sexualität als gewalttätig. In einer Vergewaltigungskultur erleben Frauen eine Dauerschleife von angedrohter Gewalt, die von sexuellen Anspielungen bis hin zu sexuellen Übergriffen und Vergewaltigung selbst reicht. Eine Vergewaltigungskultur dulded physischen und emotionalen Terrorismus gegen Frauen als die Norm.“

Vergewaltigungskultur: Kampagne „Nein heißt nein“

In der deutschen Vergewaltigungskultur ist sexualisierte Gewalt immer noch eine der stärksten Manifestationen sexistischen Verhaltens zur (Wieder-) Herstellung von Macht- und Herrschaftsverhältnissen. Sie kommt in hohem Maße sozialgruppenübergreifend vor und wird sowohl im alltäglichen Umgang miteinander als auch von Medien, Kultur, Politik, Justiz und Gesellschaft im weiteren Sinne relativiert, geduldet und befördert. Dazu trägt auch der aktuelle Gesetzesentwurf bei.
Die im Gesetzesentwurf verankerte Täter*innen-Opfer-Umkehr ist gesellschaftlich legitimiert und gestützt. In der herrschenden Vergewaltigungskultur wird das Risiko der sexualisierten Gewalt als natürlich, berechtigt und selbstverständlich gesehen. Betroffene werden für die eigene Vergewaltigung verantwortlich gemacht mit der Begründung sie hätten z.B. zuvor mit dem*der Täter*in geflirtet, sie hätten sich aufreizend angezogen oder waren zu stark alkoholisiert – und damit selbst Schuld. Mit Mythen von dem unbekannten, fremden Vergewaltiger nachts im Park werden die eigentlichen Risikobereiche verschleiert: 70-80% der Täter*innen stammen aus dem sozialen Nahbereich der Betroffenen (Eltern und naher Verwandte, Nachbar*innen, Lehrer*innen, Freund*innen, (Ehe)Partner*innen, Vorgesetzte, Professor*innen). 69% der Vergewaltigungen passieren in der eigenen Wohnung.
Sexistische und grenzüberschreitende Verhaltensweisen speziell von Männern* werden nicht angesprochen, sondern totgeschwiegen oder gerechtfertigt. Wahrnehmungen von Betroffenen – speziell von Frauen*, Lesben* Trans*personen und Inter*personen – werden in Frage gestellt und als „irrational“ oder „übertrieben“ dargestellt. Betroffene werden in sexistischen Gesellschaften auch aufgrund weiterer Merkmale nicht ernstgenommen: Sei es der Kleidungsstil, der Beruf (z.B. Kellnern oder Sexarbeit), “Rassifizierung” oder Behinderung. Normen und geschlechtliche Rollenanforderungen tragen zu sexualisierter Gewalt bei, z.B. wenn Jungen* und Männern* beigebracht wird, dass die „anständige Frau*“ im Zweifelsfall Nein sage auch wenn sie Ja meint und eigentlich Lust habe.
Der Bundestag – der nun über den Gesetzesentwurf entscheiden wird – ist nur zu 36% mit Frauen* besetzt. Wir verstehen es als Zeichen der sexistischen Struktur unserer Gesellschaft, dass mehrheitlich heterosexuelle cis-Männer über ein Gesetz entscheiden, das maßgeblich Frauen*, Lesben*, Trans*personen und Inter*personen betrifft!
Akteure der antifeministischen Männer*rechtsbewegung wie der Verein MANNdat e.V bauschen Einzelfälle auf und manipulieren das öffentliche Meinungsbild mit dem Mythos, dass bei einer Gesetzesverschärfung Falschverurteilungen steigen würden. Dies kann bei kurzer Recherche jedoch klar widerlegt werden: Medial inszenierte Einzelfälle spiegeln nicht die Wirklichkeit wieder. Die derzeitige Falschanzeigenquote liegt gerade bei 3%.
(„Warum die Reform des Sexualstrafrechts keine ist“, verfassungsblog