Radioaktiver Schrott bei Siedentramm

Bürgerinitiative Saubere Umwelt & Energie Altmark
4. Oktober 2016


Altmark Zeitung, 6.10., Seite 1


Altmark Zeitung, 6.10., Seite 3

Liebe MitstreiterInnen,

dass die Erdgasförderung auch eine ganze Menge mit Radioaktivität zu tun hat, ist noch kaum öffentlich bekannt. Alarmiert vom Artikel in der heutigen Volksstimme (Anhang) rief eine Journalistin vom MDR-Fernsehen an: Wo denn diese Radioaktivität herkomme? – Als ich es ihr erklärte, war das ein Aha-Erlebnis für sie. Sie folgerte selbsttätig: „Dann ist ja nicht nur das Fracking gefährlich, sondern die ganz normale Erdgasförderung, aha!“

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An das
Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt
- Bergaufsicht -
(poststelle | lagb.mw.sachsen-anhalt.de)

Sehr geehrte Damen und Herren,

von Anwohnern wurde die Bürgerinitiative „Saubere Umwelt und Energie
Altmark“ darauf hingewiesen, dass an dem Verbindungsweg zwischen
Siedentramm und Poppau Rückbauarbeiten an einer Erdgasfördersonde
stattfinden. Bei einer Besichtigung stellte ich fest, dass die Baustelle
zumindest seit Freitag, dem 30.09.2016 offensichtlich nicht
vorschriftsgemäß gesichert war, da dort alte und radioaktiv belastete
Erdgasrohre frei zugänglich lagerten. Die radioaktive Belastung betrug
bis zu 9,6 Mikrosievert pro Stunde. In der Altmark beträgt nach Angaben
des Bundesamtes für Strahlenschutz die radioaktive Belastung
durchschnittlich 0,07 Mikrosievert pro Stunde. Der gemessene Wert ist
137 mal höher.

Nach § 69 ff BBergG obliegt Ihnen die Bergaufsicht. Wie konnte es zu der
geschilderten Situation kommen? Wie ist Ihre Bewertung?

Ich bitte um schriftliche Bestätigung des Eingangs dieser Mail und
Mitteilung der Ergebnisse Ihrer Überprüfung.

Mit freundlichen Grüßen,
Christfried Lenz

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6. Oktober 2016

Liebe MitstreiterInnen,

Gaz de France (seit einiger Zeit sich „Engie“ nennend) hat nachgemessen:
ihr „geschultes Personal“ (geschult darin, wo man messen muss, um nicht
zu hohe Werte zu erhalten??) hat maximal 2,6 Mikrosievert pro Stunde
ermittelt – gegenüber den von uns gemessenen 9,6 Mikrosievert.

Gehandelt haben sie aber postwendend: der radioaktive Schrott ist weg,
die Baustelle eingezäunt.

Hierzu der heutige Artikel in der Salzwedeler Volksstimme. Die
AltmarkZeitung berichtet heute auf S. 1 und 3.
(Ich habe um Zusendung der Artikel gebeten – vielleicht sind diese aber
auch online?)

Schöne Grüße,
Christfried Lenz


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