KVR „Bauwoche“ – Das Wochenende im Rückblick

Am vergangen Wochenende gab es mal wieder verstärkte Aktivität seitens des KVR. Dieser hatte zur „Bauwoche“ vom 16.5. – 22.5. aufgerufen. Am Samstag waren dann mehrere Personen, darunter mehrere Kinder hier auf dem Gelände „aktiv“.

Das Resultat lässt sich sehen.

Trabbikaputt

Die Kinder fielen uns sehr früh auf, da sie mit einer Eisenstange ausgerüstet auf den abgestellten Trabbi einschlugen und dabei die Leuchten und die Scheiben der Türen zerstörten.

Angefeuert von den „Erwachsenen“ zerstörten sie anschließend noch die Glastrommel einer Waschmaschine. Es versteht sich von selbst, dass nach solchen Aktionen die Scherben nicht weggeräumt werden. Die „Erwachsenen“ betätigten sich indes mit der Zerstörung von Kunst. Handwerklich haben sie Glanzleistungen vollbracht. Weder die Staubschicht, geschweige denn loser Putz haben sie vor dem Ausbringen weißer Farbe abgehalten. Einfach drüber ist das Motto. Und für den Fußboden gab es auch eine Dusche, da auf eine schützende Unterlage verzichtet wurde. Das anschließende Fegen verwandelte die Tropfen in Striche.

Bunte Farbe auf den Flurwänden scheint sie indes zu stören. Die alte Ansage „alles leer räumen und weiß streichen“ wird wieder in die Tat umgesetzt.
Vorher:
politspruch Flurbild

Nachher:
TreppenhausEG1 TreppenhausEG2 TreppenhausEG3

Wie gewohnt wurde auch wieder Kunst verbrannt. Da die Feuertonne von uns vorsorglich entfernt worden war, wurde dieses Mal der Feuerplatz dafür benutzt.

Auffallend war auch, dass zum wiederholten Mal bei Aktivitäten des KVR auch Sachen gestohlen werden. Nach den Werkzeugdiebstählen bei der „Aufräumparty“ wurden dieses mal mehrere Fahrräder entwendet.

Neu ist die Schiene des KVR, uns in Bullenmanier in die gewaltbereite Ecke zu stellen. Nachdem bisher nur der KVR durch Gewaltandrohungen und ausgeführte Gewalt aufgefallen ist, versuchen sie jetzt, uns als Gewalttäter zu beschuldigen. Es gab keine Gewalt von den Menschen hier, die im gleichberechtigten Miteinander versuchen aus diesem Ort eine Plattform für Projekte zu entwickeln. Es gab eine Person, die zum Selbstschutz nach einer verbalen Auseinandersetzung mit Menschen vom KVR einen Bambusstock trug. Hier stellt sich uns aber die Frage zwischen Ursache und Wirkung. Wenn das Verhalten von Leuten vom KVR dazu führt, das sich ein Mensch nur bewaffnet sicher fühlt, dann sollte der KVR eventuell mal seine Kommunikationsstrategien überdenken.

„Gewalt gegen Sachen ist die beste Therapie“ – Standardrepetoire des KVR. Die Feuertonne (oder bei Abwesenheit der Feuerplatz) hat schon viele Möbel, Zeitschriften und Kunstwerke zerstört. Dort werden auch giftige Spanplatten dem Feuer übergeben.

Nicht neu sind dagegen erfundene Geschichten, allgemein auch Lügen oder Verleumdungen genannt, die den Zweck haben uns oder einzelne von uns zu diskriminieren.
„Alt“ ist auch die Androhung von Gewalt (da warten schon Leute mit Knüppeln auf einen Anruf…)

Auch nicht neu war die „Raumnahme“ des KVR. Jetzt nahmen sie sich wieder die Küche im EG, die sie bisher mit dreckigem Geschirr und schimmeligen Restetöpfen schmückten. Beim letzten Workshop säuberten wir die Küche und nahmen sie in Betrieb. Jetzt ist sie schmutzorange gestrichen mit Farbe auf Kacheln, Boden, Sofa, …

Gaestewagen ausgeraeumt

Richtig ist, dass es eine direkte Aktion gab, bei der 2 Zimmertürenflügel ausgebaut wurden. Wir vermuten, dass die Gründe entweder die Räumung der Privatsachen eines Gastes der Traumschule aus einem Gästeschlafwagen am Samstag, die zahlreichen Übergriffe der vergangenen Zeit oder eine Beschäftigungstherapie für den KVR zu um die Traumschule vor weiteren (Zerstörungs-) Aktionen zu schützen. Es reichte aus, um die „Bauwoche“ des KVR für 2 Tage in andere Bahnen zu lenken.

Eine Zukunft mit dem KVR kann es nur geben wenn

  • alle gleichberechtigt und auf Augenhöhe miteinander sprechen und entscheiden
  • allen Menschen und (nichtmenschlichen) Tieren Respekt entgegengebracht wird.
  • anerkannt wird, dass es hier einen offenen Raum mit ökologischen und politischen Projekten gibt, der, wenn nicht unterstützt, so doch respektiert wird.

Wir verstecken uns nicht, sondern suchen das Gespräch. Wie auch in der Vergangenheit sind wir für Gespräche offen. Aber nur unter den oben genannten Rahmenbedingungen, also ohne Niederbrüllen und störende Musik.
Falls den Menschen vom KVR nicht klar ist, was damit gemeint ist, könnt ihr gerne nachfragen. Wir brauchen kein Facebook, um uns zu profilieren. E-mails von Leuten, die nicht mal hier sind und von aktuellen „Vorfällen“ berichten und genau wissen, was hier läuft, brauchen wir doppelt nicht.

Gerne wünschen wir uns mehr Menschen an diesem Ort. Menschen, die hier ein Projekt starten oder bei anderen mithelfen wollen. Mehr Informationen zum Thema Offener Raum auf unserem Blog hier